21.11.2015

Euroweb-Ableger Bitskin GmbH insolvent? Haften Referenzkunden fĂŒr Steuerschulden der Bitskin GmbH?

Rechtsanwalt Hermann Kulzer, der Insolvenz-Recht "macht", berichtete schon anno 2012 "Es gibt zahlreiche Firmen wie Bitskin GmbH, Euroweb, Webstyle ua.  die  "Internet-System-VertrĂ€ge" mit umfassenden Leistungen anbieten..." und warnt letztendlich vor einem Vertragsabschluss.

Es könnte  gut sein, dass er demnĂ€chst was ganz anderes zu berichten hat. Denn mir ist zu Ohren gekommen, dass die Bitskin GmbH hohe SteuerrĂŒckstĂ€nde hat und dass Kunden nicht mehr an die Bitskin zahlen dĂŒrfen: Konkret liegt mir ein eine PfĂ€ndungs- und EinziehungsverfĂŒgung nebst Zahlungsverbot des FA Berlin III vor, in dem von knapp 50.000 Euro Steuerschulden die Rede ist:

Bitskin: "insolvent" heisst "zahlungsunfÀhig"

Bereits im letzten, veröffentlichten Jahresbericht fĂŒr das Jahr 2013 wies die Bitskin GmbH bei einer Bilanzsumme von € 1.340.177,26 Schulden in Höhe von € 1.002.622,27 aus, denen u.a. ein "Umlaufvermögen" in Höhe von € 934.494,56 aber kaum Bargeld, Bankguthaben oder anderes, wirklich "geldnahes" Vermögen entgegenstanden... Auch der bilanzierte Gewinn basierte auf dem Anstieg dieses "Umlaufvermögens".

Rechtsanwalt Musiol, ĂŒber den die Bitskin noch vor einiger Zeit ziemlich hĂ€misch berichtete, weil dieser der GmbH krĂ€ftig auf die FĂŒĂŸe trat, scheint den Vorgang auch zu kennen. Er schreibt:
"Die gleichzeitig angeforderte ErklĂ€rung (DrittschuldnererklĂ€rung) sollte beantwortet werden. Gegen die PfĂ€ndung selbst können ersichtlich keine Einwendungen erhoben werden. Schließlich weiß niemand, ob die Forderungen des Finanzamts und die PfĂ€ndung rechtmĂ€ĂŸig sind. Man muss die PfĂ€ndung also formal akzeptieren. 

Eine Zahlung auf die Forderung kann aber mit den bisherigen Einwendungen weiter zurĂŒckgewiesen werden. So empfehlen wir, am einfachsten den bisherigen Schriftwechsel, also die erfolgen Einwendungen mitzuteilen."
Ohnehin ist im Hinblick auf die PfĂ€ndung zweifelhaft, ob die Bitskin GmbH, mitgegrĂŒndet von Amin El Gendi (der neuerdings als "Gendi Al" auftritt), welcher die Euroweb nicht nur mit grĂŒndete, sondern sogar als Partner von Philipp Berger und Andreas Buchholz mit vertrat, kĂŒnftig die vertraglich vereinbarte Leistung noch erbringen kann und also wird. Jedenfalls bei einer "Nichtleistung" der Bitskin wird dann auch die Leistungspflicht derer "Referenzkunden" in Zukunft entfallen.

Was die Haftung der "Referenzkunden" der Bitskin GmbH fĂŒr die Schulden der Bitskin GmbH natĂŒrlich begrenzt.

Euroweb, Internet Online Media, Bitskin: Denkt ihr etwa, ich sei blöd?

Seit einigen Tagen tröpfeln hier "Kommentare" von "Kommentierern" herein, welche folgende Firmen in einem guten Licht dastehen lassen (sollen):
  • Euroweb Internet GmbH
  • Internet Online Media GmbH
  • Bitskin GmbH
Nur sind diese "Kommentare" offensichtliche FÀlschungen. Wirklich bemerkenswert ist, wie leicht sich das feststellen lÀsst.

Was ich jetzt als Schweinerei empfinde ist, dass sich in EinzelfĂ€llen die angeblichen Kunden angeblich selbst in ein schlechtes Licht rĂŒcken, z.B. durch das Behaupten angeblicher, eigener, mehrmonatiger ZahlungsrĂŒckstĂ€nde.

Die "Kommentare" behalte ich: abgelegt und sauber konserviert im Spam-Ordner...

13.11.2015

Noch eine Euroweb-LĂŒge

Das Amtsgericht weiß es schon lange:
HRB 102938 B: web2walk GmbH, Berlin, Wallstraße 16, Haus G, 10179 Berlin. Rechtsverhaeltnis: Die Verschmelzung ist mit der am 08.09.2015 erfolgten Eintragung (Amtsgericht DĂŒsseldorf, HRB 42518) in das Registerblatt des ĂŒbernehmenden RechtstrĂ€gers wirksam geworden. Die Firma ist erloschen.

Das ist aber fĂŒr Christoph Preuß, der erst kĂŒrzlich eine fĂŒnfstellige Summe zahlte um eine Verurteilung wegen Betruges zu vermeiden, kein  Grund die Webseite der erloschenen Web2Walk GmbH zu löschen.

Im Gegenteil. Er lÀsst vorsÀtzlich wahrheitswidrig auf "web2walk.com" verbreiten, diese Firma gÀbe es noch:

Abruf vom 13.11.2015, 14:36 CET

Berichtenswert?

Nun ja. Das Bewerben einer verschmolzenen und ergo erloschenen Firma ist ein klarer Verstoß gegen § 5 Absatz 1 Nr. 3 UWG. Soweit zu der altbekannten und ziemlich dummdreisten LĂŒge, dass sich die Euroweb "jederzeit gesetzeskonform" verhalte ...


Gehostet wird diese Website (Admin C ist  der Euroweb-Vertriebschef (pardon: "media president") Christian Stein, Pagenstr. 48 Soest) nicht etwa von der Euroweb, sondern "ganz wo anders": Die IP ist nĂ€mlich 109.160.107.162 (plesk01.web2walk.de) und gehört zum Netz einer  Netguard Ldt., blvd. "Maria Luiza" N69, 4000 Plovdiv ... Die Technik ist dann doch wieder der von der Euroweb bekannte Software-Schrott: "Apache 1.3.27 (FreeBSD) Server PHP/4.2.0 at www.web2walk.com Port 80"


11.11.2015

Ablasshandel: Christoph Preuß, Euroweb und die (mir) vergangene Unschuldsvermutung

Nun, das Verfahren in Leipzig gegen Christoph Preuß wurde gleich am ersten Prozesstag eingestellt, rein formal gilt die "Unschuldsvermutung".

Allerdings erfolgte die Einstellung gegen eine fĂŒnfstellige Summe.

Hintergrund des von Christoph Preuß akzeptierten Angebotes einer Einstellung gegen Geld ist die, zu einer erheblichen Milderung fĂŒhrende, ĂŒberlange Verfahrensdauer und die Tatsache, dass das Gericht seiner Meinung nach "besseres" zu tun hat, als gegen "mutmaßliche" Kriminelle vorzugehen, welche die "mutmaßlichen" Taten vom Schreibtisch aus begehen. Oder halt begehen lassen.

Wenn eine derart geldgierige Person wie der Euroweb-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Preuß auf einen Ablasshandel eingeht und derart viel Geld auf den Tisch legt statt den VorwĂŒrfen zu begegnen, dann ist jedenfalls fĂŒr mich das "mutmaßlich" (und damit die "Unschuldsvermutung") vom Tisch. Und das hier ist fĂŒr mich also nichts anderes als eine weitere LĂŒge, die er (jedenfalls fĂŒr mich: rotzfrech bis dummdreist) verbreiten ließ:


Oder, um es, wie ein einst OnabrĂŒcker Richter grinsend zum Knasti Michael B. zu sagen: "Dann versuchen Sie mal Ihr GlĂŒck in Frankfurt". Denn gegen Christoph Preuß und Co. sind in DĂŒsseldorf weitere (Ermittlung-)Verfahren - u.a. wegen wahrhaft multiplen Prozessbetruges und mindestens einer vorsĂ€tzlich falschen Versicherung an Eides statt im Gange. Und die dĂŒrften jetzt eher nicht eingestellt werden.

Ich hÀtte ihn - allerdings zusammen mit Daniel Fratzscher - am liebsten im Knast gesehen.