24.01.2012

Ein Schlosser, ein gar kleiner Wicht,

Ein Schlosser, ein gar kleiner Wicht,
erwirkte vor dem Landgericht
(zu D├╝sseldorf – oh Weh!)
ganz alleine ein Verdict
welches es Betr├╝gern
verbietet zu agieren
mit L├╝gen auf dem Markte.
Denn es ist des Volkes Wille:
L├╝gner seid jetzt endlich stille!
Ein eigen Rechenzentrum war beworben,
solches kann man sich nicht borgen,
und ein paar Rechner (eingezw├Ąngte!)
in weit entfernte Serverschr├Ąnke
sind allemal kein Zentrum nicht,
solch L├╝gnern glaubt man fortan nicht!

Ins Abseits stellte das Gericht
just den Kassler Blogger nicht,
daf├╝r jetzt - und das macht laut "Schepp"
die T├Ąuscher von der Euroweb!
Dieser ostzonale Penner
hat gleich vor den n├Ąchsten Renner,
hat auch schon die n├Ąchste Klage
wegen einer ├╝blen Plage
konkret es wird auch noch gelogen,
dass viele Balken sich schon bogen.

Die Euroweb, die hat als Masche,
und macht damit 'ne Menge "Asche",
lobt eine Firma ├╝bern Klee,
doch das alleine tut nicht weh.
Doch jetzt hat man herausgefunden,
L├╝gen, sehr geschickt verbunden,
dienen hier zu dem Betrug,
den man nun mit Recht und Fug,
jedenfalls wenn man nicht pennt
als "Referenzkundenmasche" klar erkennt.
Dem Christoph Preu├č wird’s nicht gefallen,
sein Anwalt Berger garstig gallen,
sie werden l├╝gen wie M├╝nchhausen,
doch ihre Ohren werden sausen.
Wenn der Richter Urteil spricht:
Arglistig t├Ąuschen darf man nicht!

12.01.2012

Gar nicht so "antik": IBM Lenovo X60 (1706)

Im Kreis der Familie hat sich jemand ein gebrauchtes Notebook gekauft. Ein IBM-Lenovo X60 mit 2 GB Ram, einer 60GB Festplatte und mit der "Ultrabase" - in der sind nicht nur weitere Anschl├╝sse, sondern auch ein DVD-Laufwerk, das immerhin CDs auch brennen k├Ânnte. Wenn man das denn unterwegs muss...

Die Zeitschrift Chip hat das IBM-Lenovo X60 vor einigen Jahren mal so getestet und kam zu den gleichen Schl├╝ssen wie ich weiter unten.

Zuerst dachte ich ja, die 230 Euro seien doch etwas happig. Aber als mich daran machte, das in der Welt der Linuxbenutzer mit einigem Kultstatus versehene Ger├Ąt gebrauchsfertig zu machen und dabei die weiteren Kosten kalkulierte, kam ich zu einer anderen Ansicht:
  • 230,- Euro f├╝r IBM Lenovo X60s mit "Ultrabase" nebst WLAN-Ministick
  • 119,- Euro f├╝r eine 128 GB SSD von Verbatim *)
  • 36,- Euro f├╝r die Speichererweiterung von 2 auf 4 GB *)
  • 31,- Euro f├╝r einen neuen Akku (4.400 mAh) *)
  • 12,- Euro f├╝r ein USB-Geh├Ąuse - in das kam die alte Platte.
  • 10,- Euro f├╝r eine Minimaus
Summe: 438 Euro.

*) Die Preise sind inklusive Versand

Dann wollen wir mal sehen, was er jetzt hat:

Ein Laptop im A4-Format mit
  • Intel-Doppelherz, also 2 * 1,8 GHz
  • Bildschirm 12,2' mit 1024x768Pixeln
  • 4GB Ram
  • 128 GB SSD
  • 3 * USB 2.0
  • Drahtnetz, 1 Gb/s
  • PC-Card-Dock
  • Dock f├╝r SD-Speicherkarte
  • internes 56Kb-Modem, Anschluss f├╝r Telefonleitung
  • VGA
In/An der "Ultrabase" stecken zus├Ątzlich
  • 4 * USB 2.0
  • 1 * serielle Schnittstelle, 1*parallele Schnittstelle (wof├╝r auch immer)
  • 1 * Drahtnetz, Gigabit
  • 1 * VGA
  • DVD/CD-Rom, CD-Brenner
Extern:
  • Funknetz mit dem Stick oder ├╝ber sein Mobiltelefon
  • UMTS ├╝ber sein Mobiltelefon oder, wenn er meint, das w├Ąre besser, einen Stick.
  • Festplatte 60 GB an USB 2.0
  • ... was immer sich via USB anschlie├čen l├Ąsst.
Software:
Ich installierte Xbuntu, also ein Ubuntu mit xfce-4, brachte den WLAN-Stick zum Laufen (mehr war bei den Treibern nicht zu tun), reparierte das fehlerhafte Skript f├╝r den Schnellstarter von LibreOffice 3.4 und richtete das System ansonsten optisch und technisch sauber ein.

Haptik:
Das wertig wirkende Notebook in seinem stabilen Aluminiumgeh├Ąuse bootet ab grub (Bootmanager) in 12 Sekunden (ohne Passworteingabe und ohne zus├Ątzliche, sp├Ąter eingerichtete Server getestet), das vorgeladene LibreOffice startet danach aus dem Stand, also ohne Verz├Âgerung in weniger als einer Sekunde. S├Ąmtliche andere Software steht auch binnen Sekunden oder Bruchteilen davon zur Verf├╝gung: einschlie├člich Adobe Reader - nicht jedoch Gimp. Der braucht immer ein wenig um seine Module, Schriften etc. nachzuladen. Die Funktionstasten des Schlepprechners funktionieren bestens, das ist bei Notebooks jenseits von Lenovo keine Selbstverst├Ąndlichkeit und um so weniger der Fall je neuer das Klappding ist. Das ich den Hibernate-Modus noch hinbekommen muss ist wohl nicht schlimm, Stand-By geht und bei den kurzen Zeiten, die dank Doppelherz, ausreichend RAM und der SSD zum Starten des Rechners und der Programme ben├Âtigt werden, ist es fraglich wozu man den denn noch braucht.

Was mir beim Einbau auffiel ist die Servicefreundlichkeit des Geh├Ąuses und das ich alle notwendigen Informationen bei Lenovo auf der Webseite fand. Sogar Reparaturhandb├╝cher ... Und dann diese herrliche Ruhe: max. 1,4 Sone meldet die PC-Welt. Das war aber mit der Eisenplatte, Jetzt ist das Ding dank der heiligen Silizia (gemeint ist die SSD) noch weniger h├Ârbar - und l├Ąuft mit dem neuen Akku bei "normaler Arbeitsweise" etwa 5 Stunden. F├╝r die Arbeit mit dem LibreOffice, dem Abspielen von Pr├Ąsentationen oder dem Versenden von Mails jedenfalls scheint K├╝hlung so n├Âtig wie ein Tagesfahrlicht am Fahrrad, also 0,0 Sone ... ich mochte es kaum wieder hergeben.

Die internen Lautsprecher klingen nat├╝rlich angemessen schlecht (etwas besser beim Betrieb in der "Ultrabase" genannten Dockingstation). Positiv ├╝berrascht hat der Klang mit Kopfh├Ârern.

Fazit:
Ein etwa gleich gro├čes "Google-Netbook" von Samson gibt es etwa zum gleichen Preis - aber nur mit 16GB SSD, nur 2 GB RAM. Das w├Ąre zwar neu, h├Ątte aber weder die Leistung noch den Kultstatus des erst vom H├Ąndler und dann von mir wieder aufgefrischten Ger├Ątes. Laute, undurchdachte und klapprige Ger├Ąte mit einem Geh├Ąuse aus billiger Wegwerfplastik wollen wir nicht vergleichen, die gibt es aber wohl am Markt und k├Ąmen bei etwa gleicher Ausstattung hinsichtlich CPU, RAM und Festplatte (SSD!) auf etwa den gleichen Preis.

Auf die Garantie kann der Verwandte verzichten -- der hat ja mich :-) und er kann sich nun entscheiden ob er mit der gro├čen Tasche oder der kleinen loszieht. Das h├Ąngt dann wohl am ehesten davon ab, ob er vor Ort die "Ultrabase" braucht oder mit dem leistungsf├Ąhigen und schnellen, daf├╝r aber d├╝nnen und leichten, zu dem sehr wertig wirkenden Klapprechner mit den von IBM bekannten und Kultstatus genie├čenden Extras wie dem "Thinklight" (eine am oberen Bildschirmrand angebrachte Leuchtdiode, welche das Keyboard "anstrahlt") brillieren will.

Also doch ein guter Kauf.


P.S.
Was er jetzt mit der Windows-XP-Lizenz macht ist mir offen gestanden ziemlich egal. Man kleidet bekanntlich h├╝bsche Frauen nicht in alte S├Ącke.